• Josef und seine Brüder
    Josef und seine Brüder
  • Vater Jakob liebte Josef mehr als seine Brüder.
    Vater Jakob liebte Josef mehr als seine Brüder.

    1. Mose 37, 3–4

    Josef hatte elf Brüder, zehn waren älter und einer jünger als er. Jakob, der Vater, liebte Josef mehr als seine anderen Söhne. Er schenkte ihm einen wunderschönen farbigen Mantel. Josefs Geschwister waren eifersüchtig und sprachen kein freundliches Wort mehr mit ihm.

  • Josef hatte seltsame Träume.
    Josef hatte seltsame Träume.

    1. Mose 37, 5–11

    Josef hatte zwei Träume. Er sah, wie sich Getreidegarben vor ihm verneigten und wie Sonne, Mond und elf Sterne sich vor ihm verbeugten. Voll Stolz erzählte er seinen Brüdern von diesen Träumen. «Willst du etwa über uns herrschen?», fragten sie ihn. Sie wurden zornig und hassten ihn noch mehr.

  • Josef wurde von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft.
    Josef wurde von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft.

    1. Mose 37, 12–28

    Josef war siebzehn Jahre alt, als er seine Brüder beim Schafehüten besuchte. Sie erkannten ihn schon von weitem und beschlossen, ihn umzubringen. Doch sie änderten ihren Plan, als sie eine Karawane mit ismaelitischen Händlern bemerkten, und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke. Die Händler nahmen ihn mit nach Ägypten.

  • Jakob trauerte um seinen Sohn Josef.
    Jakob trauerte um seinen Sohn Josef.

    1. Mose 37, 29–35

    Die Brüder schlachteten einen Ziegenbock und tauchten Josefs Gewand in das Blut. Dann schickten sie den blutbefleckten Mantel zu ihrem Vater und liessen ihm sagen, dass sie ihn gefunden hätten. Jakob erkannte ihn sofort und war untröstlich. Er dachte, Josef wäre tot.

  • Josef diente dem Befehlshaber der königlichen Leibwache, dem Potifar.
    Josef diente dem Befehlshaber der königlichen Leibwache, dem Potifar.

    1. Mose 39, 1–5

    Potifar, der Hofbeamte des Pharaos, kaufte Josef von den ismaelitischen Händlern. Er erkannte sehr bald, dass Gott mit Josef war und ihm Gelingen schenkte bei allen Arbeiten. Darum vertraute er ihm die Verwaltung seines ganzen Besitzes an.

  • Potifars Frau versuchte alles, um Josef zu verführen.
    Potifars Frau versuchte alles, um Josef zu verführen.

    1. Mose 39, 6–20

    Weil Josef sehr schön war, zog er die Blicke von Potifars Frau auf sich. Tag für Tag redete sie auf Josef ein, um ihn zu verführen. Josef blieb stark und riss sich los, als sie ihn an seinem Kleid festhielt. Das Gewand nahm die Frau als Beweisstück zur Anklage Josefs, der von seinem Posten enthoben und ins Gefängnis geworfen wurde, obwohl er nichts unrechtes getan hatte.

  • Im Gefängnis deutete Josef die Träume des Mundschenks und des Bäckers.
    Im Gefängnis deutete Josef die Träume des Mundschenks und des Bäckers.

    1. Mose 40, 1–23

    Einige Zeit später hatten der Mundschenk und der Bäcker des Pharaos ihren Herrn verärgert. In seinem Zorn liess der Pharao beide einkerkern. Weil sich Josef gut benommen hatte im Gefängnis, bekam er die Aufgabe die beiden Beamten zu betreuen. Eines Nachts hatten beide einen Traum. Gott gab Josef ausserordentliche Weisheit, die Träume der beiden richtig zu deuten. So wurde der Mundschenk wieder in sein Amt eingesetzt, aber der Bäcker wurde an einem Baum aufgehängt. Alles geschah so, wie es Josef vorausgesagt hatte.

  • Nachdem die Gelehrten Ägyptens unfähig waren, die Träume des Pharaos zu deuten, erklärte Josef sie ihm genau.
    Nachdem die Gelehrten Ägyptens unfähig waren, die Träume des Pharaos zu deuten, erklärte Josef sie ihm genau.

    1. Mose 41, 1–36

    Zwei Jahre waren inzwischen vergangen. Eines nachts hatte der Pharao zwei Träume. Er sah sieben schöne fette Kühe aus dem Nil steigen und am Flussufer grasen. Danach folgten sieben magere hässliche Kühe; diese frassen die dicken auf und waren immer noch genauso dünn. Weiter sah er an einem Halm sieben volle reife Ähren wachsen. Diese wurden von sieben kümmerlichen, vom heissen Wüstenwind verdorrten Ähren, verschlungen. Niemand in Ägypten konnte diese beiden Träume deuten. Da erinnerte sich der Mundschenk an Josef, der im Gefängnis seinen Traum gedeutet hatte. Er erzählte dem Pharao davon und dieser liess Josef zu sich holen, um die Träume zu deuten.

  • Josef bewährte sich als Stellvertreter des Pharaos.
    Josef bewährte sich als Stellvertreter des Pharaos.

    1. Mose 41, 37–57

    Josef deutete die Träume des Pharaos richtig. Gott wollte dem Pharao zeigen, dass sieben fruchtbare Jahre folgen werden. Dies stellten die sieben dicken Kühe und auch die sieben vollen Ähren dar. Die sieben mageren Kühe und die sieben verdorrten Ähren bedeuteten, dass danach während sieben Jahren eine Hungersnot ausbrach. Nachdem Josef die Träume des Pharaos richtig gedeutet hatte, erkannte der Pharao, dass in Josef Gottes Geist wohnte. Darum machte er ihn zu seinem Stellvertreter. Josef war damals dreissig Jahre alt, als er in allen Städten Speicher errichten liess, in denen der Überfluss der Kornernte aus den sieben fruchtbaren Jahren gesammelt wurde. So war auch für die Hungersnot genügend Essen vorhaden.

  • Josefs Brüder kamen, um Getreide zu kaufen, aber sie erkannten Josef nicht.
    Josefs Brüder kamen, um Getreide zu kaufen, aber sie erkannten Josef nicht.

    1. Mose 42, 1–16

    Nach sieben Jahren begann die Hungersnot. Die Nachbarländer Ägyptens waren auch betroffen. Es sprach sich herum, dass es in Ägypten genügend Vorräte gab. So erfuhr auch Jakob, Josefs Vater, davon und schickte seine Söhne nach Ägypten, um Getreide zu kaufen. Alle, die Getreide kaufen wollten, mussten bei Josef vorbeigehen. So traten auch seine Brüder vor ihn und verbeugten sich. Josef musste sofort an seine Träume denken. Die Brüder erkannten ihn nicht. Er jedoch erkannte sie sofort, liess sich aber nichts anmerken und sprach streng, durch einen Dolmetscher, zu ihnen. Er warf ihnen vor, Spione zu sein und liess sie für drei Tage im Gefängnis einsperren.

  • Drei Tage im Kerker öffneten die Augen für begangenes Unrecht.
    Drei Tage im Kerker öffneten die Augen für begangenes Unrecht.

    1. Mose 42, 17–26

    Nach drei Tagen sagte Josef zu seinen Brüdern: «Ich ehre und fürchte Gott. Darum schicke ich euch mit Nahrung zu euren Familien. Einer von euch bleibt als Geisel zurück. Um eure Ehrlichkeit zu beweisen, bringt ihr mir das nächste Mal euren jüngsten Bruder mit. Dann glaube ich, dass ihr die Wahrheit sagt.» Er befahl seinen Dienern, die Säcke der Brüder mit Getreide zu füllen und heimlich jedem auch sein Geld wieder in den Sack zu stecken. Er liess sie ziehen. Doch Simeon blieb als Geisel in Ägypten. Ausserdem gab Josef seinen Brüdern den Auftrag, ihren jüngsten Bruder, Benjamin, mitzubringen, als Beweis, dass sie keine Spione sind.

  • Jeder Bruder erschrak, als er sein Geld an der Öffnung des Sackes fand.
    Jeder Bruder erschrak, als er sein Geld an der Öffnung des Sackes fand.

    1. Mose 42, 27–38

    Die Brüder übernachteten in einer Herberge. Als einer von ihnen seinen Sack öffnete, um den Esel zu füttern, entdeckte er das Geld. Da bekamen Sie Angst und fragten sich? «Was hat Gott uns angetan?» Als sie zu Hause in Kanaan ankamen, merkten auch die anderen Brüder, dass ihr Geld in den Säcken war. Sie erzählten alles ihrem Vater, Jakob. Dieser war entsetzt. Es beunruhigte ihn sehr, dass sein jüngster Sohn mit nach Ägypten gehen musste. Denn er hatt ihn sehr lieb.

  • Die Brüder wurden mit Simeon und Benjamin in Josefs Palast zu Tisch gesetzt.
    Die Brüder wurden mit Simeon und Benjamin in Josefs Palast zu Tisch gesetzt.

    1. Mose 43, 8–34

    Die Brüder machten sich erneut auf den Weg nach Ägypten. Dieses Mal ging auch Benjamin mit ihnen. Sie fürchteten sich vor der Begegnung mit dem Befehlshaber. Deshalb warfen sie sich zweimal vor ihm nieder und packten ihre Geschenke für ihn aus. Josef lud seine Brüder zum Essen in den Palast ein. Sie staunten, dass sie ihrem Alter gemäss an den reich gedeckten Tisch gesetzt wurden. Es war ein fröhliches Essen.

  • Der verhängnisvolle kostbare Becher von Josef wurde in Benjamins Sack gefunden.
    Der verhängnisvolle kostbare Becher von Josef wurde in Benjamins Sack gefunden.

    1. Mose 44, 1–34

    Nach dem Essen gingen Josefs Brüder in ihre Unterkunft. Josef befahl seinem Hausverwalter: «Füll jeden Sack mit Getreide. Dann leg heimlich bei jedem das Geld wieder hinein. Meinen Silberbecher verstau in Benjamins Sack!» Kurz nach der Abreise der Brüder jagte ihnen der Verwalter nach, um Benjamin festzunehmen. Nun kamen alle Brüder, um mit Josef zu sprechen! Denn Vater Jakob hatte Benjamin sehr lieb und er würde es nicht verkraften, ihn zu verlieren.

  • Endlich gab sich Josef seinen Brüdern zu erkennen.
    Endlich gab sich Josef seinen Brüdern zu erkennen.

    1. Mose 45, 1–15

    Nach einer heissen Diskussion befahl Josef seinen Hofbeamten, den Raum zu verlassen. Nun war er mit seinen Brüdern alleine. Er begann laut zu weinen und sagte zu ihnen: «Ich bin Josef! Lebt mein Vater noch?» Er fiel Benjamin um den Hals und weinte. Danach umarmte er auch alle anderen Brüder und küsste sie.

  • Jakob konnte es nicht fassen, dass Josef noch lebte.
    Jakob konnte es nicht fassen, dass Josef noch lebte.

    1. Mose 45, 16–46, 7

    Kaum waren die Brüder wieder bei ihrem Vater in Kanaan angekommen, riefen sie: «Josef lebt! Er ist Herrscher über Ägypten!» Jakob war wie betäubt, er glaubte ihnen kein Wort. Erst als er die Wagen und die Esel sah, die Josef mitgeschickt hatte, kam wieder Leben in ihn und er glaubte seinen Söhnen: «Ich will zu Josef und ihn sehen, bevor ich sterbe!»

  • Vater Jakob und seine Grossfamilie zogen nach Ägypten. Es gab ein herzliches Wiedersehen mit Josef.
    Vater Jakob und seine Grossfamilie zogen nach Ägypten. Es gab ein herzliches Wiedersehen mit Josef.

    1. Mose 46, 26–47, 11

    Juda wurde voraus geschickt, um die Ankunft mitzuteilen. Josef liess seinen Wagen anspannen und fuhr seinem Vater entgegen. Er schloss ihn in die Arme und weinte lange. Jakob sagte: «Jetzt bin ich bereit, zu sterben. Ich habe dich wieder gesehen und weiss, dass es dir gut geht.»

  • Wahre Vergebung anzunehmen, ist nicht einfach!
    Wahre Vergebung anzunehmen, ist nicht einfach!

    1. Mose 50, 15–26

    Nach einigen Jahren starb Jakob in Ägypten. Nach seinem Tod kamen die Brüder zu Josef, warfen sich zu Boden und baten ihn um Vergebung, indem sie sagten: «Wir sind deine Diener.» Sie befürchteten, Josef könnte sich jetzt, als ihr Vater gestorben war, noch an ihnen rächen. Doch Josef hatte ihnen wirklich vergeben. Er musste weinen, als er merkte, dass seine Brüder diese Vergebung noch nicht annehmen konnten.

  • Was können wir von Josef lernen?
    Was können wir von Josef lernen?

    Josef wird oft mit Jesus verglichen:
    Sein Vater liebte ihn fest.
    Als Hirte hütete er die Herde seines Vaters.
    Seine Brüder hassten ihn.
    Andere taten alles, um ihm zu schaden.
    Er wurde arg versucht.
    Er wurde nach Ägypten verbannt.
    Man entriss ihm das Gewand.
    Er wurde zum Sklavenpreis verkauft.
    Man fesselte ihn.
    Man klagte ihn fälschlicherweise an.
    Er fand sich zwischen zwei Übeltätern,
    einer wurde gerettet, der andere verurteilt.
    Mit dreissig Jahren begann sein öffentlicher Auftritt.
    Nach schwerem Leiden wurde er erhöht.
    Er vergab denen, die Übles taten.
    Er rettete eine Nation.
    Das Böse, das Menschen ihm antaten,
    wurde von Gott in Gutes verwandelt.

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