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Martin berichtet von einer Erfahrung aus seinem Leben, die ihn von Neuem Dankbar gegenüber seinem Schöpfer machte.

Als ich als junger Student in den Süden Italiens fuhr, um Menschen nach dem Erdbeben zu helfen, wurde ich zuerst mit mir und meinem Denken über das Leben konfrontiert. Ich wollte etwas Gutes tun. Das grosse Elend und die vielen Menschen, die Hilfe benötigten, bewegten mein Herz und stellten mich vor grosse persönliche Hilflosigkeit. Bin ich der Mensch, der hier helfen kann? Sicher versuchte ich, so gut ich es konnte, doch das war nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Ja, ich war nicht allein, sondern wir waren eine Gruppe von Menschen, die uns gegenseitig ermutigten. 

Dieser Einsatz hat mein Leben verändert. Ich wurde meinem Schöpfer gegenüber von neuem Dankbar.

Es gab ein Schlüsselerlebnis, das mich besonders bewegte. Ich traf damals eine ältere Frau, die ihren Mann, die Kinder, ihre Eltern, den Hof und alles Vieh verloren hatte. Sie erklärte mir, dass sie trotz diesem grossen Verlust etwas habe, das ihr niemand nehmen könne. Unter Tränen sagte Sie mir: «Jesus kann mir niemand wegnehmen!» Ich war sehr betroffen! Dieser Frau bedeutete Jesus alles und er war ihre Kraft. Einige Tage später schrie ich zu Gott: «Ich will auch so einen Glauben, wie diese Frau!» Ja, das hat meine Sichtweise über den Sinn des Lebens völlig verändert.

Ich bekam eine neue Dankbarkeit Gott, meinem Schöpfer, gegenüber. Er hat mich vor vielem bewahrt, ohne dass ich so dankbar war wie diese Frau. Immer wieder erinnere ich mich an dieses Erlebnis und danke Jesus, für alles Gute, was er für mich getan hat. Diese Dankbarkeit ist eine ganz neue Qualität geworden in meinem Leben.

Martin